13 Jan '14
Klassische Homöopathie ist eine seit Jahrhunderten bewährte, auf einem klaren Konzept aufbauende Heilmethode.

Klassische Homöopathie ist eine seit Jahrhunderten bewährte, auf einem klaren Konzept aufbauende Heilmethode. Einzelne Arzneien, deren Wirkungen zuvor am gesunden Menschen geprüft wurden, werden dabei nach dem Ähnlichkeitsprinzip und in geeigneter Verdünnung auf Grund der individuellen Krankheitszeichen beim Patienten angewendet. Die einzelnen Merkmale dieser vorläufigen Begriffsbestimmung werden noch ausführlich behandelt.

Die Homöopathie will die Selbstregulation (Selbstheilungskraft) des Organismus anregen. Sie ist eine gezielte und individuelle, den ganzen Menschen behandelnde Heilmethode.

Heute zählt die Homöopathie zu den weltweit am meisten angewandten Heilmethoden. In Ländern wie Indien und brasilien, aber auch in Großbritanien ist die Homöopathie teil des nationalen Gesundheitssystems.

Aus der Entstehung der klassischen Homöopathie

Die revolutionierenden Grundgedanken für dieses neue Behandlungsverfahren sind Dr. Christian Samuel Hahnemann zu verdanken.

Similia similibus curentur – Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt

 

Diese Ähnlichkeitsregel wurde erstmals 1796 niedergelegt und erfährt in seinem Organon ihre endgültige klassische Form:

Wähle, um sanft, schnell, gewiss und dauerhaft zu heilen, in jedem Krankheitsfall eine Arznei, welche ein ähnliches Leiden für sich erregen kann, als sie heilen soll.

Hahnemann, S. / Organon

Christian Samuel Hahnemann wurde am 10. April 1755 als drittes Kind eines Kunstmalers in Meißen geboren. Als begeisterter und intelligenter Schüler besuchte er dort die Lateinschule und kam durch einen von seinen Fähigkeiten beeindruckten Gönner auf die Fürstenschule St. Afra. Mit 20 Jahren verließ er sein Elternhaus und musste künftig für sich selbst sorgen.

Hahnemann studierte ab 1775 in Leipzig Medizin. Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich durch Stundengeben und durch Übersetzungen. Sein Leben war karg und sehr hart und er gab sich ganz seiner Arbeit und seinen Studien hin.

Nach zahlreichen Hospitationen (u. a. in Wien beim Leibarzt der Kaiserin/ Primararzt am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder, Hausarzt und Bibliothekar beim Stadthalter in Hermannstadt/Siebenbürgen) beendete er 1779 sein Medizinstudium und ließ sich in Hettstedt als Arzt nieder. 1781 absolvierte er eine praktische pharmazeutische Ausbildung in Dessau in der Mohren-Apotheke und heiratete Henriette Küchler, die Adoptivtochter des Inhabers der Apotheke. Nach weiteren Studien und Publikationen übersetzte er u.a. 1790 die Materia medica von Mc Cullen aus dem Englischen. Nach Mc Cullen soll die Chinarinde bei Malaria den Magen kräftigen. Zur Überprüfung dieser Aussage machte Hahnemann einen Selbstversuch. Er nahm eine größere Dosis Chinarinde ein und kam daraufhin in einen krankhaften, heftig fieberhaften Zustand.

Dieser Chinarindenversuch wird in der Literatur als Geburtsstunde des Simile bezeichnet.

Hahnemann hatte einen schweren Weg vor sich. Er kämpfte sein ganzes Leben gegen die damaligen medizinischen Behandlungsmethoden und für die Verbreitung seiner genialen Entdeckung. Von der herrschenden Medizin verfolgt, musste er oft seine ärztliche Tätigkeit an andere Orte verlegen, mit seiner, inzwischen angewachsenen Familie, seinem Hab und Gut den Wohnsitz wechseln. Er war dabei unablässig wissenschaftlich tätig, führte Behandlungen durch und setzte sich kompromisslos für seine Lehre ein.

Zu wichtigen Veröffentlichungen Hahnemann`s zählen:

  • „Organon der Heilkunst“,
  • „Reine Arzneimittellehre“
  • „Die chronischen Krankheiten“
  • und die Gründung der „Allgemeinen homöopathischen Zeitung“

Nach dem Tod seiner ersten Frau und müde von den Auseinandersetzungen bei dem Versuch, die Homöopathie durchzusetzen, lebte Hahnemann sehr zurückgezogen. Da wurde er 1834 aus Paris von Melanie d`Hervillys aufgesucht, die den weiten Weg als Patientin auf sich nahm, weil sie von seiner im „Organon“ dargestellten Heilweise erfahren hatte und sich Hilfe für ihre Beschwerden erhoffte. Ein Jahr später heirateten Hahnemann und Frau d`Hervillys und übersiedelten nach Paris. Dort führte Hahnemann, zusammen mit seiner Frau, eine Praxis und arbeitete weiter an seiner Lehre. Im Jahre 1843 starb Hahnemann und wurde in Paris beigesetzt.

Adresse für weitere Informationen zur klassischen Homöopathie und zu klassisch arbeitenden Therapeuten in Ihrer Nähe: Verband klassischer Homöopathen Deutschlands e.V. (VKHD)

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